Dienstag, 30. November 2010

Desio aus der Hundehölle sucht Paten

Gänserupf ist Tierqual

Hamburg, 30. November 2010 - Während die Europäische Union, vertreten durch das wissenschaftliche Gremium EFSA (European Food Safety Authority), über das Kämmen und Bürsten von Gänsen nachdenkt, setzen die EU-Gänseproduzenten ein Zeichen für die Vernunft. Dieses Kämmen und Bürsten sind Methoden, die von Praktikern aus der Gänseindustrie als unrentabler Unsinn bezeichnet werden.

Die zehn führenden EU-Gänsefleischproduzenten unterstützen die Petition von VIER PFOTEN nach einem ersatzlosen, strengen Verbot jeder Art der Entnahme von Federn und Daunen lebender Tiere. Diese Fleischproduzenten sehen in neuen Rupfverfahren und Kontrollen - ebenso wie VIER PFOTEN selbst - keine Chance auf Besserung. Bei diesen Unternehmen handelt es sich unter anderem um den Marktführer ANIMEX, AMI, Goldrob aus Polen, BACS TAK und TRANZIT KER aus Ungarn sowie Ditmarscher und Eskildsen aus Deutschland. Sie alle sehen nur eine Lösung: ein Verbot von Lebendrupf, ohne jedwede Ausnahmen.

Dass der so genannte Mauserrupf sich in Sachen Tierquälerei von Lebendrupf um nichts unterscheidet, zeigen aktuelle Recherchen von VIER PFOTEN: "Es konnte zwanzigmal Mauserrupf dokumentiert werden, dies sind zwanzig Beispiele massiver Tierquälerei", erklärt Marcus Müller, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN.

Die von der EFSA nun geforderten Kontrollen sind ebenfalls zum Scheitern verurteilt, da "die Behörden in den Gänserupfländern wie Ungarn diese Tierquälerei systematisch decken", erklärt Müller: "Wir haben Anzeige erstattet und Bildmaterial von blutenden Gänsen eingereicht - diese Anzeige wurde dennoch eingestellt. Die ungarischen Behörden sehen gezielt weg, wenn Gänse leiden." 

Auch auf Seiten der Daunenindustrie sind Kontrollen kaum möglich. Dies beweist ebenfalls eine aktuelle Recherche von VIER PFOTEN: Der große deutsche Bettenhersteller Böhmerwald forderte ungarische Lieferanten vor der versteckten Kamera von VIER PFOTEN dazu auf, die Herkunftspapiere der Daunen aus Lebendrupf zu fälschen.

Quelle: Vier Pfoten

Sonntag, 28. November 2010

Weihnachtsgeschichten - Lesen für den guten Zweck



Die Tiergeschichten-Autorin Christiane Gezeck hat uns 20 neue Exemplare ihres Buches "Der Gumpfjobber und andere Köstlichkeiten" gespendet. Wer Interesse hat, kann bei uns ein Exemplar zum Preis von 8,80 € zuzügl. 1 € Porto und Versand gegen Vorkasse erwerben. Kontakt: burmann@agtiere.de

„Der Gumpfjobber“ - was mag das sein? Ist das etwas Gutes oder etwas Schlechtes? Nun, schlagen Sie dieses Buch auf, und die kleine Anne wird es Ihnen verraten, während sie sich tapfer auf die Suche nach den Rentieren des „Weinaxmannes“ begibt. Wenn Sie mögen, lernen Sie auch Heinz-Rüdiger kennen, „der so lang war, dass seine Nase schon in der Küche im Fressnapf steckte, während sich sein Hinterteil im Wohnzimmer noch darauf freute“. Sie können Lana und Laura begleiten bei der Aktion „Oma gesucht“ und Sie erfahren, was passiert, „Wen(n) der Schein trügt…“ Dazu reichen wir Ihnen Rezepte für die Herstellung von Großmutterkuchen, Schlehenfeuer, Holunderblütensirup u.v.a.m..- Viel Freude und guten Appetit wünschen wir!

Samstag, 27. November 2010

Notfall: Scala verliert unverschuldet ihre Pflegestelle


Für die sechsjährige Mischlingshündin Scala hatten wir vor einigen Wochen eine ganz tolle Pflegestelle gefunden, wo sie sich sehr gut eingelebt und das Herz ihres Pflegefrauchens erobert hat. Das neue Pflegefrauchen hatte jedoch keine Hundehaltungserlaubnis und nun besteht der Vermieter darauf, dass Scala wieder auszieht. Es sind schon viele Tränen geflossen, aber der Vermieter bleibt hart und lässt nicht mit sich verhandeln. Jetzt hoffen wir alle auf ein Wunder, dass sich kurzfristig eine neue Pflegestelle findet und Scala dieses Jahr Weihnachten nicht wieder im Zwinger verbringen muss.

Scala, die einem Teddybär nicht unähnlich sieht, ist eine menschenbezogene sechsjährige Mischlingshündin mit Traumhundpotenzial. Sie ist ca. 44 cm groß und wiegt ca. 18,7 kg. Scala ist natürlich kastriert, geimpft, gechippt, entwurmt und negativ auf die sogenannten Mittelmeerkrankheiten getestet.

In der Wohnung verhält sie sich vorbildlich, ist einfach nur ein Schatz. Sie ist ruhig, anhänglich, natürlich stubenrein und eine absolute Schmusebacke. Sie ist katzenverträglich und kann auch mal ohne Probleme für einige Stunden alleine bleiben.

Auf manche Umweltreize reagiert sie mit Unsicherheit und bellt dann Fahrradfahrer & Co. an, wenn diese zu dicht an ihr vorbeikommen. Weil sie aber sehr neugierig, gelehrig und mit Futter gut umzulenken ist, kann man mit diesen Situationen gut umgehen.

Kontakt:
Dagmar Klingen, Telefon (01 77) 23 26 261
oder per E-Mail an: klingen(at)agtiere.de

Freitag, 26. November 2010

KOMMENTAR: Langenfeld hat Chance vertan

Es wird keine von der Stadt verordnete Kastrationspflicht für Freigängerkatzen in Langenfeld geben. Das hat die Stadt beschlossen, die zum einen keine rechtliche Handhabe sieht, zum anderen in der Zwangskastrationen einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Man setzt stattdessen auf Aufklärung. Information ist gut, Diskussion auch. Aber das ist nicht alles. Das Thema scheint trotz aller Brisanz in den Köpfen vieler Tierhalter keinen Platz zu haben. In den Köpfen der Politiker scheinbar auch nicht. So manchem Entscheidungsträger wäre zu wünschen, er müsste in eisiger Kälte stundenlang an Futterstellen waren, um verwilderte und kranke Katzen einzufangen oder müsste dem elenden Krepieren der Tiere zusehen, die unversorgt an Katzenseuchen sterben. Es würde aber auch schon ein Blick in die Statistiken der Tierschutzorganisationen reichen, um zu sehen: Das Elend wächst ständig weiter. Die Katastrophe kommt nicht irgendwann, sie ist schon längst da. Wie will sich die Politik zu ihrer Verantwortung bekennen?  Entschiedene Lösungen sind gefragt und kein Herumeiern.

Hier ein Bericht der WZ

Vierpfotenprofis: Gabriele Müller

Der AGT-Kalender für 2011 ist da

Nach einem Jahr Pause wird es im kommenden Jahr wieder einen unserer beliebten Kalender geben. Diesmal in neuem Format, auf dem Sie Ihre aktuellen Termine notieren können. Jedes Monatskalenderblatt zeigt eines unserer vermittleten Tiere: Etwa das Pferd Don Camillo, Bonus, eines unserer Kaninchen oder Kater Gero. Wir wollten aber auch ausdrücklich an die Tiere erinnern, die nicht mehr bei uns sind und die wir nie vergessen werden - wie Nabuco.



Der Kalender kostet vier Euro, die alle dem Tierschutz zugute kommen. Und wenn Sie mehrere kaufen und verschenken möchten, gibt es natürlich auch Rabatt. Wenn Sie neugierig geworden sind, dann können Sie sich den Kalender hier schon einmal anschauen. Bestellungen nimmt entgegen: Hilde Hentrich,
hhentrich@aol.com. 

Donnerstag, 25. November 2010

Alt, abgeschoben, überflüssig? Sammy und Tammy

Sammy verliert sein Zuhause, weil in die neue Vermieterin nicht duldet


Sammy ist kastriert, geimpft, gechippt und für gesund befunden.Er ist ein sehr menschenbezogener Kater, der auch keine Probleme mit Fremden hat. Er schmust gerne, hat aber auch aufgrund seines Alters seine Ruhephasen, so dass er auch gut für ganztags Berufstätige geeignet ist.Wir suchen für unseren Sammy ein neues Zuhause in einer rauchfreien Wohnung bei Leuten, die einem netten Kater einen schönen Lebensabend geben wollen. Hunde, andere Katzen und Kinder kennt Sammy nicht.
 
Die trauernde Tammy gibt auf

Auch für Tammy ist kein Glück in Sicht: Sie kommt von einer alten Dame, an der sie sehr hing und die alles wieder gut gemacht hat, was Tammy in ihrer Jugend angetan wurde. Nun ist Tammy allein, trauert furchtbar und gibt sich auf. Sie muss derzeit mit mehreren anderen Katzen zusammen leben, was ihr überhaupt nicht gefällt. Wer kann Tammy helfen?
Kontakt: 0202/7379140

Montag, 22. November 2010

Nachricht von Grace

Erinnern Sie sich noch an Grace? Sie kam ursprünglich aus Ägypten zu uns und hatte inzwischen ein tolles Zuhause gefunden. Ihre beiden Jungs haben ihr einen eigenen Blog gewidmet und nun aktuelle Urlaubsfotos eingestellt: http://allaix.blogspot.com

Sonntag, 21. November 2010

Katzenpärchen sind so schwer zu vermitteln


Heute schon wieder eine Hiobsbotschaft: Jeany und Piet brauchen wirklich dringend eine neue Unterkunft. Nachdem sie eigentlich doch bleiben sollten, kam heute der Anruf, das sie so schnell wie möglich ausziehen müssen. Es klappt eben einfach nicht mit der vorhandenen Katze, die vor allem Jeany böse mobbt. Wohin mit den beiden?
Was wäre das schön, wenn sie nicht schon wieder hin und her geschubst würden, sondern endlich ein wirkliches Zuhause finden könnten...
Und warum will niermand Rochus und Puck? Oder Coretta und Joleen, Agusta und Suzuki, Balthazar und Melchior? Alle sind nett, jung, unkompliziert, freundlich, verspielt Was kann ein Mensch mehr wollen?
Coretta

Coretta, leicht verfremdet



Ihre beste Freundin Joleen

 Hier unsere beiden schwarz-weißen Goldstücke Rochus und Puck


Und als letzte noch die Grautigerfraktion mit Balthazar und Melchior, Suzuki und Agusta

Melchior
und sein Freund Balthazar























Agusta










Suzuki

 
Kontakt Vierpfotenprofis: 0202/7379140

Donnerstag, 18. November 2010

Einsamer Rasmus sucht große Liebe

Der dreijährige Rasmus ist ein wirklicher Pechvogel! Er hat in diesem Jahr bereits von drei Partnertieren Abschied nehmen müssen und hat zu guter Letzt auch noch sein Zuhause verloren. Zur Zeit sitzt er einsam und allein auf einer Pflegestelle und langweilt sich sehr. Rasmus ist ein Teddy-Mix-Kaninchen und hat ein seidenweiches, wunderschönes anthrazitfarbenes Fell. Er ist sehr lieb und zutraulich und verhält sich gegenüber Artgenossen sehr sozial. Rasmus kann daher problemlos sowohl in eine bestehende Gruppe integriert als auch mit einer netten Partnerin vergesellschaftet werden. Wer gibt Rasmus ein neues Zuhause mit ausreichend Platz in Innenhaltung, netter Gesellschaft, leckerem Essen und viel Liebe?!
Rasmus ist gechippt, kastriert und geimpft und wohnt zur Zeit in Dormagen. 

Kontakt:
Inge Weih, Telefon ( 02171 ) 74 12 34
oder per E-Mail an:ingeweih@vodafone.de



Mittwoch, 17. November 2010

Der nächste Durchbruch: Hildesheim beschließt Kastrationspflicht

Während die großen Städte isch offensichtlich schwer tun - warum auch immer - eine Kastrationsregelung für Freigänger zu beschließen und auch umzusetzen, preschen die kleineren Kommunen vor. Hildesheim hat beschlossen, dass Katzen, die Freilauf haben, gekennzeichnet und registriert sein müssen. Und: Wer füttert, ist verantwortlich dafür. Das ist der einzige Wermutstropfen bei dieser an sich sehr lobenswerten Sache: Wie stellen sich die Stadtväter vor, dass jemand, der aus Mitleid hilft, auch noch die Kastrationskosten übernehmen soll? Hier sind Lösungen gefragt, um diesen guten Ansatz auch zu einem guten Ende zu führen.
Quelle: AHO aktuell

Sonntag, 14. November 2010

Wer kontrolliert eigentlich Tierhalteverbote?

Neues von ZERGportal
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Aus einer verwahrlosten und völlig verdreckten Wohnung in Frankfurt-Rödelheim retteten Tierärzte des Ordnungsamtes in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main am Donnerstagvormittag 27 Tiere.

Eine 40-jährige Frankfurterin hielt trotz eines bestehenden Tierhaltungs- und Betreuungsverbotes mehrere Katzen, Chinchillas, Kaninchen, Bartagamen, Axolotl, Zierfische sowie je eine Wasserschildkröte und eine Ratte. Die Frau, die bereits 2008 und 2009 durch unsachgemäße Tierhaltung aufgefallen war, machte durch eine Anzeige im Internet erneut auf sich aufmerksam, indem sie Katzenwelpen zum Verkauf anbot. Eilig wurde ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erwirkt und die Wohnung der “Tierfreundin“ geöffnet.

Wie das Ordnungsamt meldet, habe es selbst erfahrenen Tierärzten bei dem Anblick die Sprache verschlagen, da sich in der Wohnung unzählige Tierkäfige, Terrarien und Aquarien fanden, teilweise bis unter die Decke gestapelt, flächendeckend Tierfäkalien in jedem Raum und ein beißender Geruch, der die Luft zum Atmen nahm. Die abgedunkelte Wohnung wurde nur durch das Licht der Terrarien beleuchtet. Ferner hätten die Beamten freilaufende Katzen, aber kein Futter und Wasser für die Tiere gefunden, der Pflege- und Ernährungszustand sei dramatisch schlecht gewesen, und sie hätten in der gesamten Wohnung nicht nur abgemagerte und apathische Tiere gesehen, sondern auch bereits mumifizierte Kadaver. Die lebenden Tiere konnten gerade noch rechtzeitig sichergestellt und im Tierheim untergebracht werden.

Die Tierhalterin erwartet eine Strafanzeige.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main
http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=8440&_ffmpar[_id_inhalt]=7496963


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http://ZERGportal.de
Das Tierschutzportal für Tiere in Not

Mittwoch, 10. November 2010

Kann man fleischlos glücklich und gesund sein?

Isst Du wirklich gar kein Fleisch? Vegetarier kennen diese immer gleiche Frage und das völlig ungläubige Gesicht des jeweiligen Gegenübers dazu. Wer es müde ist, immer die gleiche Antwort zu geben, kann in Zukunft auf diese Website verweisen: Bilder sagen mehr as 1000 Worte.

Dienstag, 9. November 2010

Zuhause für Zwei: Coretta und Joleen

Wir haben einige Katzen, die nur im Doppelpack vermittelt werden möchten. Sie hängen aneinander oder leben schon lange zusammen. Deshalb möchten wir für diese Damen und Herren ein gemeinsames Zuhause finden, auch wenn es vielleicht einfacher wäre, sie getrennt zu vermitteln. Dazu gehören: Coretta und Joleen



Diese beiden Hübschen, geschätzte drei Jahre alt,  kommen ursprünglich von einem Gnadenhof in Thüringen. Sie waren in keinem guten gesundheitlichen Zustand, sind aber inzwischen tierärztlich bestens versorgt und in der Pflegestelle mit viel Zuwendung richtig aufgeblüht.
Die schwarz-weiße Joleen ist die  Verschmustere von beiden und genießt jede Streicheleinheit. Coretta ist Menschen vor allem fremden Menschen gegenüber anfangs vorsichtig, spielt dafür aber sehr gerne mit Angeln, Federwedeln und anderem Spielzeug.Und inzwischen ist auch sie schon sehr schmusig geworden und nur Fremden gegenüber noch misstrauisch.
Beide suchen sensible ruhige Menschen und eine Wohnung mit einem gesicherten Balkon oder einem Garten, wo sie die Sonne genießen können. Sie sind kastriert, geimpft, gechippt und werden gemeinsam vermittelt.

Kontakt über Katzenpflegestellen-Betreuerin:
Christa Becker, Telefon (0 21 29) 3 16 49
oder per E-Mail an: becker(at)agtiere.de


Montag, 8. November 2010

Kommentar zum Antrag der Grünen: Katzenkastration

Endlich. Endlich zeigen Politiker, dass sie verstanden haben. Während sich Städte wie Düsseldorf noch mit Formalien herumquälen und juristische Bedenken hegen, einen einmal gefassten Ratsbeschluss in die Tat umzusetzen, ergreifen die Grünen im Bundestag die Initiative. Gut und richtig so. Denn jeder Tag bringt uns der nächsten Katzenkatastrophe, die unweigerlich kommen wird, etwas näher. Wer sehen und lesen kann, der weiß, wie sehr die Tuerchützer überfordert sind, das ständig wachsende Elend noch in den Griff zu bekommen. Appelle und Aufklärung sind gut und richtig. Aber es geht offensichtlich nicht ohne Vorschrift - traurig, aber wahr. Auch die alleine wird das Problem nicht lösen, aber sie wird dazu beitragen, es zu verringern. In diesem Sinne: Ein guter, ein wichtiger, ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung, der den Grünen viele Sympathien aus Tierschutzkreisen einbringen wird. Weiter so.

Grüne fordern im Bundestag Kastrationspflicht für Katzen

Betreff: Antrag auf Kastrations-Kennzeichnungs und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen

Liebe Tierfreunde,
im Auftrag vom Verein "Strassenkatzen Rhein-Erftkreis e.V." möchte ich Ihnen heute folgende Mitteilung machen. Die Grüne Bundestagsfraktion hat jetzt einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der u.a. die Kastrations-Kennzeichnungs und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen fordert.

Den Antrag können Sie unter folgenden Link herunterladen:
http://www.tiervermittlung.de/Gruener_Antrag_Tierschutz_staerken.pdf

Das Schreiben von Bündnis 90/Die Grünen lautete wie folgt:

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Sehr geehrte Frau Stautzebach,

wie bereits angekündigt, haben wir jetzt einen Antrag zum Schutz von Heimtieren (insb. auch der streunenden Katzen) in den Bundestag eingebracht.

Um das Problem der unzähligen und sich immer weiter fortpflanzenden streunenden Katzen einzudämmen, setzen wir uns mit dem Antrag u.a. dafür ein, dass Katzen gekennzeichnet, registriert und kastriert werden.
Außerdem wollen wir endlich klare, einheitliche Regelungen für den Umgang mit bzw. die Zuständigkeit für Fund- und herrenlose Tiere schaffen. Wegen unklarer Bestimmungen erhalten die Tierheime häufig nicht die (volle) Erstattung ihrer Ausgaben, die sie zur Erfüllung kommunaler Aufgaben - der Versorgung von Fundtieren - aufbringen.
Insbesondere seit der Finanz- und Wirtschaftskrise haben daher sehr viele Tierheime mit massiven Problemen zu kämpfen und müssen teilweise sogar Aufnahmestopps verhängen. Um die sehr wichtige Arbeit der Tierheime aufrecht zu erhalten, brauchen wir eine Entlastung der Tierheime!

Den kompletten Antrag sende ich Ihnen im Anhang zu. Den Antrag wollen wir Anfang Dezember in den Ausschüssen des Deutschen Bundestages debattieren und zur Abstimmung bringen. Gerne können Sie den Antrag auch an Interessierte weitergeben.

Mit freundlichen Grüßen

Christina Söhner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Büro der Parlamentarischen Geschäftsführerin Undine Kurth MdB Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Dorotheenstr. 101
10117 Berlin
Tel.: 030.227-75225
Fax.: 030.227-76506
undine.kurth.ma02@bundestag.deundine.kurth.ma02@bundestag.de>
www.undine-kurth.de<http://www.undine-kurth.de>
***************************************************************************

Tiervermittlung.de
http://www.tiervermittlung.de

Samstag, 6. November 2010

Sprühhalsband

Köpfchen statt Knöpfchen
...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.

Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund „gar nicht schlimm“ sei. Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?! Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes „Zischhhh“ mit etwas feucht-kalter Luft. „Ja“, bestätigt der überzeugte Hundehalter, „das war gar nicht schlimm.“ Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss. Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann – ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!
Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird.

Es gibt aber noch mehr Probleme: Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden – ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!

Aber es gibt noch weitere Probleme. Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut – und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund „plötzlich“ kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam. Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht – oder es packt einen einfach nur die Wut.
Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlsäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte – trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem „Flaschentest“ auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese „unerwünschten Nebenwirkungen“ nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...

Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.

Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben. Um diesen Tieren – und ihren verzweifelten Haltern – zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.

Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben. Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

Mit freundlicher Genehmigung von
© Clarissa v. Reinhardt, animal learn

Donnerstag, 4. November 2010

Neues Standardwerk der Katzenliteraur


 "Was Katzen wirklich wollen" ist ein lesesnswertes Buch - für jeden Katzenanfänger, denn hier werden die Grundlagen des Katzenverhaltens wissenschaftlich fundiert erklärt - und dabei immer verständlich und spannend. Es ist aber auch ein Buch für die fortgeschrittenen Katzenfans - denn es geht im hinteren Teil um Problemverhalten und Lösungen, praxisah und gut nachzuvollziehen. Insgesamt hat dieser neue Titel wirklich das Zeug, zu einem Klassiker unter den Katzenratgebern zu werden. Das liegt an den beiden Autorinnen, Birgit Rödder und Dr. Mircea Pfleiderer, die gemeinsamn dafür sorgen, dass Mensch nun endlich versteht, was seine Katze wirklich will. GU, 16,99

Dienstag, 2. November 2010

Zwei Jahre Kaninchennotfall: Endlich ein Happy End

Manchmal haben selbst unsere hartgesottensten Kaninchenfans den Glauben daran verloren. Daran, dass wir irgendwann sagen können: Alle sind gerettet, alle haben ein neues, gutes Zuhause. Aber wir haben es geschafft. Damals, im November vor zwei Jahren, konnte niemand absehen, dass wir zwei Jahre lang damit beschäftigt sein würden, die Folgen von menschlicher Dummheit und Selbstüberschätzung zu beseitigen. Und wenn wir gewusst hätten, wie viel Mühe, Arbeit, Mitleiden und nicht zu vergessen wie viel Geld das fordern würde - hätten wir es dann getan?
Nach dem anfänglichen Elan und dem unbedingten Willen zu helfen kamen auch die Tage, wo unsere ehrenamtlichen Kaninchenbetreuer nahe daran waren, alles hinzuwerfen. Kein Wochenende, kein Feiertag, an dem sie nicht im Einsatz waren, gefüttert und Medikamente verabreicht haben,  gepäppelt, gebürstet, geschmust, Gehege geschrubbt, Müll geschleppt, Käfige desinfiziert und mitgelitten haben. Da war zum Schluss nur noch Erschöpfung. Aber nun ist auch die Freude groß, dass es geschafft ist. Rund 300 Tiere aufzunehmen und gut unterzubringen, das ist eine Energieleistung ohnegleichen, auf die wir stolz sind.
Und die wir nicht alleine hätten schaffen können. Zahllose Tierfreunde haben uns geholfen: Mit Rat und Tat, mit Spenden, mit moralischer Unterstützung und vor allem damit, dass sie, ohne lange zu fragen, auch Tieren geholfen haben, die sonst keine Chance gehabt hätten.
Was bleibt, ist die Hoffnung, dass Tiersammlern in Zukunft keine Chance mehr gegeben wird, Tierelend in solchem Ausmaß zu produzieren. Und dass es Menschen gibt, die früher und rechtzeitig den Mut finden, solche Zustände anzuprangern und öffentlich zu machen.

Montag, 1. November 2010

Vor der Anschaffung eines "Kampfhundes"....

Iserlohn (NRW). In der letzten Zeit musste einigen Besitzern von so genannten gefährlichen Hunden die Haltung der Tiere untersagt werden, da sie die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen zur Haltung nicht erfüllten. Das Iserlohner Ordnungsamt war entsprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen. In der Vergangenheit hatte die unsachgemäße Haltung auch bereits zu einer sofortigen Wegnahme eines Hundes geführt.
Der Pitbull Terrier, der American Staffordshire Terrier, der Staffordshire Bullterrier und der englische Bullterrier gehören zu den so genannten gefährlichen Rassen in NRW. Sowohl Kreuzungen innerhalb dieser Rassen als auch mit anderen Hunden gelten als “gefährliche Hunde” im Sinne des Hundegesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (LHundG NRW).
Die Haltung solcher und einiger weiterer Hunderassen ist erlaubnispflichtig und nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dazu zählen unter anderem die Volljährigkeit des Halters, die notwendige Sachkunde und es muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden.
Außerdem wird immer wieder ein weiterer entscheidender Faktor bei der Anschaffung eines solchen Tieres außer Acht gelassen. Ein “gefährlicher Hund“ darf in NRW nur aus einem Tierheim oder einer tierheimähnlichen Einrichtung übernommen werden. Die Zucht, der private Erwerb oder sonstige private Anschaffungen sind verboten. Die Vermittlung aus einem Tierheim an private Halter soll die Tierheime entlasten und liegt daher im besonderen öffentlichen Interesse. Das Ordnungsamt weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass eine Person, der die Haltung bereits untersagt und deren Hund sichergestellt wurde, diesen Hund nicht wieder aus dem Tierheim zurück bekommen kann.
Grundsätzlich gilt die ausdrückliche Bitte, sich vor Anschaffung eines Hundes beim Ordnungsamt über die gesetzlichen Vorschriften zu informieren. Denn auch die Kenntnis der geltenden Rechtslage zählt zu einer verantwortungsvollen Hundehaltung.

Für weitere Informationen und Fragen zum Thema “gefährliche Hunde” steht Alexandra Carius beim städtischen Ordnungsamt unter Telefon 02371 / 217-1630 oder per E-Mail unter ordnungsamt@iserlohn.de gerne zur Verfügung.

Quellen:  Pressemitteilung der Stadt Iserlohn