Donnerstag, 25. Februar 2010

Der neue größte Hund der Welt

Er hält einen ziemlich zweifelhaften Weltrekord. Giant George ist der Welt größter Hund. Er wiegt 111 Kilogramm, hat eine Schulterhöhe von 1,09 Metern und eine Länge von 2,20 Metern. Er verputzt in der Woche 50 Kilo Hundefutter und kommt aus den USA: Woher auch sonst?
Dieser Trend zum Riesenwuchs, dem so genannten Gigantismus, wird in Kreisen seriöser Züchter kritisch betrachtet. Denn diese extreme Abweichung von der Norm ist, so scheint es, erblich veranlagt. Und sie beschert den betroffenen Tieren meist kein langes Leben. Ohnehin werden Doggen nicht sehr alt, oft nicht mehr als fünf bis sieben Jahre. Aber wie mögen wohl Georges Kochen und Gelenke mit seinem Gewicht fertig werden? Noch dazu scheint es so zu sein, dass der Riesenwuchs oft mit Knochenkrebs einher geht. Auch Georges Vorgänger, der vormals größte Hund der Welt starb daran....

Dienstag, 23. Februar 2010

Film von Henna



Henna ist eine lustige und lebhafte zweijährige kastrierte Mix-Hündin. Sie ist 31 cm klein und wiegt ca. 8,7 kg. Sie ist immer gut gelaunt und verbreitet damit auch bei uns Menschen gute Stimmung.
Sie ist gemeinsam mit Cami und Gerrit bei uns angekommen. Henna ist die mutigste von den Dreien. Sie läuft schon gut an der Leine, bekommt aber bei ihr fremden Dingen noch Herzklopfen und sucht Schutz bei ihrem Menschen. Henna ist sehr intelligent und neugierig und mit Leckerlies bestechlich, sodass man ihr sicherlich schnell einiges beibringen kann.
Beim Autofahren ist sie ganz entspannt und macht es sich auch schnell auf der Rücksitzbank gemütlich. Henna ist außerdem sehr verschmust und anhänglich sowie verträglich mit ihren Artgnossen. Mit diesen tobt sie auch gerne ausgelassen herum und fordert sie zum Spielen auf. Mit ihrer liebenswerten Art schleicht sie sich ganz schnell in die Herzen von uns Menschen ein.
Wir könnten uns gut vorstellen, dass Henna gut in eine Familie mit rücksichtsvollen Kindern passen würde , denn Henna liebt Kinder. Hundeanfänger sollten bereit sein, mit ihr eine gewaltfreie Hundeschule zu besuchen.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Achtung Norwegerfans: Dringender Notfall



Wir veröffentlichen hier den Hilferuf des Katzenschutzbundes Düsseldorf, der einen Platz für einen Norwegerkater sucht. Bitte lesen Sie selbst:


Wir  vermuten, daß es sich hierbei um eine norwegische Waldkatze handelt. Der Kater ist vor Jahren einer alten Frau zugelaufen, sie hat ihn aufgenommen, musste aber Ende Dezember ausziehen, weil Ihr Häuschen dort abgerissen wurde. Seitdem kümmert sich eine Nachbarin um ihn, wird jedoch Ende dieses Monats in die Eifel ausziehen und kann den Kater nicht mitnehmen. 

Das Tier ist sehr lieb und hängt sehr an Menschen, dies bedeutet, daß er es wahrscheinlich nicht überleben würde, wenn er dort in freier Natur auf sich gestellt wird. Wir würden ihn selbstverständlich bei unseren Fütterungen mitfüttern, denn er kennt uns, weil er sehr oft an einer Futterstelle anzutreffen ist und krätig mitfrisst.

Das Tier ist zwischen 10 und  12 Jahre alt, muß fünf mal am Tage gefüttert werden (kleine Portionen), weil er einen empfindlichen Magen hat und ist gewohnt,  frei zu laufen, würde sich jedoch bei Menschen in einer Wohnung mit einem mit Katzennetz abgesicherten Balkon wohl fühlen. 
Es müssen Menschen sein, die möglichst nicht berufstätig sind, denn er verträgt die Einsamkeit sehr schlecht. Wegen der langen Haare muß er öfter gekämmt werden.

Kontaktpersonen:
Frau Gerlinde
Hartner - Tel.: 0211/671723

Herr Claude
Sergent - Tel.: 0211/689835 - Funk: 015201820646

Mittwoch, 17. Februar 2010

Wunder gibt es immer wieder




Noirette und Mr.Snow
Eine Kaninchenliebe auf den zweiten Blick


Am 2.Oktober des vergangenen Jahres starb völlig überraschend mein Kaninchenbock. Die Operation des frühzeitig erkannten vereiterten Backenzahns war Routine und Mufasa war schon aus der Narkose erwacht, als doch noch sein Kreislauf versagte. Kaninchendame Noirette trauerte sehr und so musste ganz schnell ein neuer Gefährte gefunden werden. Das war gar nicht so einfach, da meine Kaninchen in reiner Außenhaltung leben und ich zudem ein einzelnes Tier mittleren Alters suchte. Von den umliegenden Tierschutzvereinen bekam ich nur Absagen und so lag es nahe, erneut zur AGT nach Langenfeld zu fahren. Noirette kommt von dort. Ich war damals freundlich aufgenommen und hervorragend beraten worden. Frau Bruckert sagte mir zwar am Telefon auch, dass es nicht viele Böckchen gäbe, aber natürlich machten wir trotzdem einen Termin. Der lag einen Tag vor dem jährlichen „Tag der offenen Tür“ des Vereins und das Wetter war nicht besonders gut. Die Damen hatten also einige Sorgen und alle Hände voll zu tun. Trotzdem wurde ich gut vorbereitet empfangen. Zwei Kandidaten standen schon fest. Aber Noirette machte es uns nicht leicht: vor dem ersten Böckchen hatte sie Angst, bei dem zweiten war es umgekehrt.

Frau Bruckert beriet sich mit ihrer Kollegin. Dann fragten sie mich, ob ich vielleicht auch ein chronisches Schnupfenkaninchen nähme. Das war keine Frage für mich. Im Gegenteil: es ist schön genug, dass auch Schnupfer einmal in Außenhaltung vermittelt werden. Mr. Slowly trug seinen Namen mit gutem Grund: er bewegte sich kaum und es hieß, dass man ihm sogar das Futter vor die Nase legen müsse. Wir setzen ihn zu Noirette, die sofort lebhaftes Interesse an dem schönen Böckchen zeigte. Leider erfolgte von seiner Seite aus überhaupt keine Reaktion und so hockten bald beide Tiere einigermaßen regungslos in dem großzügigen Freilauf. Die Zeit schritt voran und mein schlechtes Gewissen nahm zu. Frau Bruckert konnte nicht länger bleiben – zu Vieles war noch zu erledigen. Da die Situation aber auch nicht hoffnungslos schien, erbot ich mich ein wenig beim Aufräumen zu hel-fen um den Kaninchen eine Chance zu geben. Als wir nach ungefähr einer Stunde zurück kamen, putzte Noirette hingebungsvoll die Augen von Mr.Slowly! Die Kleine hatte sich wohl gedacht, dass ein Schnupfenkaninchen recht gut in den Haushalt einer Tierheilpraktikerin passt. Ich erwarb noch einen schönen, fast neuwertigen Stall und fuhr glücklich über den Ausgang der „Bräutigamsschau“ nach Hause. Die Kaninchen überstanden die Autofahrt eng aneinander gekuschelt sehr gut. Ich tauschte noch schnell die Schlafhäuser und entließ dann meine beiden Schützlinge in ihr neues, gemeinsames Leben. Meine Enttäuschung war groß, als sie auf einmal nichts mehr von-einander wissen wollten. Obgleich ich das komplette Gehege umgebaut und neu eingerichtet hatte, legte die kleine, zarte Noirette sogar ein wenig Dominanzverhalten an den Tag. Und Mr.Slowly bewies, dass er seinen Namen zu Recht trug: er verschwand im Stall und blieb dort. Keine Freude über ein großes Gehege, Baumstämme und Gras. Tagelang fütterte ich die Beiden getrennt. Eines Morgens fand ich weiße Fellbüschel im Gehege und dann sah ich schon, wie Noirette „Ihren“ Mann durch das Gehege jagte. So ging das zwei Tage lang und dann war Alles gut. Noirette pflegt seit dem hingebungsvoll die Augen und die Nase des Schnupfers und der Bock hat sichtbar Freude an seinem Zuhause. Er ist auch gar nicht mehr „slow“ und so habe ich ihn umbenannt in Mr.Snow. Die Beiden sind unzertrennlich und hocken selbst im Schnee eng aneinander gekuschelt im nicht überdachten Teil des Geheges. Noirette ist ein wenig agiler und wenn ich füttere muss ich Mr.Snow noch immer bescheid sagen, dass ein frisch gefüllter Napf bereit steht. Aber die Langohren mögen sich sehr und können hoffentlich noch viele schöne Jahre gemeinsam verleben.
Die große Geduld und das Gefühl für die Tiere die Frau Bruckert und ihre Kollegin hatten, haben Noirette und Mr.Snow zu ihrem Kaninchenglück verholfen. Dafür bedankt sich auch der Mensch sehr herzlich und wird gut auf die Langohren aufpassen.

Samstag, 13. Februar 2010

Freiheit auf dem Katzenklo: Weg mit den Deckeln!


 (Das ist Calvin, ein junger, sehr lieber Kater, eher etwas schüchtern, verspielt und verträglich mit allen anderen Katzen, der schon viel zu lange auf ein neues, ruhiges Zuhause bei sensiblen Menschen wartet)
 
Eigentlich werden Katzentoiletten ja für Katzen gemacht. Eigentlich....

In Wirklichkeit sind sie natürlich einzig und allein auf das menschliche Bedürfnis zugeschnitten, ein Haustier zu haben, das möglichst wenig Schmutz und Geruch verbreitet. Das glauben Sie nicht? Deckelklos sind der beste Beweis. Keine einzige Katze würde in freier Natur jemals eine lichtlose, enge, stinkige Höhle aufsuchen, um Kot oder Urin abzusetzen. Was würde Ihnen wohl besser gefallen: Möchten Sie sich in ein enges Kabuff zwängen, in dem es stinkt und Sie sich nicht bewegen können? Oder lieben Sie Ihr bequemes Badezimmer mit viel Licht, Luft und Komfort?
Gut, zugegeben, das ist ein unzulänglicher Vergleich. Aber bedenken Sie bitte: Katzen sind Beutegreifer, aber auch Beutetiere. Sich freiwillig in eine Höhle zu setzen, die kein freies Sichtfeld bietet, während draußen potenzielle Gefahren lauern, widerspricht allen Instinkten. Und die sind bei  unseren Hauskatzen noch genauso ausgeprägt, wie bei den wilden Verwandten. Wer aber seine Katze dazu zwingt, gar ein Deckelklo mit Schwingtür zu benutzen, verlangt eigentlich Unmögliches, zumindest absolut Instinktwidriges.



Wer jetzt sagt, er habe für seine Katze schon immer eine solche Toilette im Einsatz gehabt, dem soll gesagt sein: Dass Ihre Katze nicht neben das Ungetüm uriniert, heißt noch lange  nicht, dass sie sich wohl fühlt. Spätestens aber dann, wenn eine Katze zeigt, dass ihr eine  geschlossene Toilette Angst macht oder wenn es einem Mehrkatzenhaushalt zu Mobbing kommt, dann gibt es nur eine Devise: Freiheit auf der Toilette und Deckel runter. Denn kluge Katzen - und welche sind das nicht - mobben die Rivalen bevorzugt beim Schlafen, Fressen und beim Absetzen von Kot oder Urin. Denn dann ist die Gegnerin beschäftigt und abgelenkt. Was kann es Einfacheres und Wirkungsvolleres geben, als sich oben auf den Deckel zu legen und der anderen Katze den Ausgang aus einer stinkigen Höhle zu versperren? Das bedrängte Tier wird die Toilette daraufhin früher oder später komplett meiden.

Freitag, 12. Februar 2010

WWF startet virtuelles Tigergebrüll

Am 14. Februar beginnt laut chinesichem Horoskop das Jahr des Tigers. Das nimmt der WWF zum Anlass, noch einmal darauf hinzuweisen, dass diese große Katze extrem vom Aussterben bedroht ist, weil ihr Lebensraum immer mehr dezimiert wird. Der WWF zeigt, dass er weiß, was Web 2.0 ist und lockt mit einer virtuellen Kampagne bei Facebook und Twitter. Originell ist es ja, aber ob es etwas nutzt?  Egal, wer mitmachen möchte, findet weitere Infos unter www.wwf.de

Donnerstag, 11. Februar 2010

Katzenbesitzer sind schlauer als Hundebesitzer?


Das ist Klein-Severin, ein junger Kater, der ein neues Zuhause sucht. Aus dem anfänglichen Faucher und Spucker ist inzwischen eine reizendes Katerchen und ein wirklicher Spielratz geworden, der sich mit Leckerchen aller Art gerne bestechen lässt. Nicht mehr lange und er wird Menschen vollends in sein kleines Katerherz geschlossen haben....Mehr Infos hier

Mal ehrlich, eigentlich haben wir das doch schon immer gewusst, dass Katzenhalter schlauer sind als Hundehalter.Wie konnte es auch anders sein. Schließlich sind Katzen ja auch klüger als Hunde, oder? Das glauben Sie nicht: Na, dann passen Sie mal auf:  

"Die Forscher der Universität Bristol kommen in ihrer Langzeitstudie zu erschreckenden Ergebnissen. Demnach sind Katzenbesitzer im Durchschnitt intelligenter als Hundebesitzer. Bei Hochschulabsolventen besteht eine 1,38 Mal höhere Gefahr, der Manipulation durch Katzen zu erliegen als bei normalen Menschen. 2980 Versuchspersonen nahmen an der Studie teil, die jetzt im Veterinary Record Journal veröffentlicht wurde. Weiteres Ergebnis: Frauen sind besonders anfällig."

Das ist übrigens eine Meldung der Tagesschau und was die sagt, stimmt....

Dienstag, 9. Februar 2010

PETA-Aufruf zum Heimtierschutzgesetz

In Deutschland lebende so genannte Haustiere werden kaum durch Gesetze geschützt – sie befinden sich quasi in einem „rechtsfreien Raum“. Zu ihrem Schutz dienen derzeit größtenteils Richtlinien, aber keine spezifischen Gesetze. Deshalb fordert PETA Deutschland e.V. die Bundesregierung auf, ein Heimtierschutzgesetz zu erlassen.

Bitte unterstütze auch du PETA Deutschlands Kampagne! Millionen von „Heimtieren“ leiden unsäglich in der Tierhandelsindustrie und in Privathaushalten. Ihre Haltung entspricht in vielen Fällen nicht annähernd ihren Bedürfnissen, doch um gegen solche Umstände vorzugehen, fehlt oftmals die rechtliche Grundlage.
Klicke einfach auf den untenstehenden Link und schließe dich all den mitfühlenden und tierfreundlichen Menschen an, die sich für Tiere stark machen.


http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=5538

Sonntag, 7. Februar 2010

Radia: Paten gesucht

Unsere Radia hat es nach fast 2 Jahren Zwingerleben in unserer Hundeauffangstation (HAST) endlich geschafft und ist zu ihrer neuen Familie gezogen. Dort hat sie sich schon recht gut eingelebt und macht sich jeden Tag ein bisschen besser. Da sie ja noch nie ein richtiges Zuhause hatte, ist für sie natürlich alles ganz neu. Aber ihre neuen Menschen helfen ihr mit viel Geduld und Streicheleinheiten. Radia genießt diese menschliche Zuwendung sichtlich und freut sich, dass jetzt immer jemand für sie da ist.

Radia wurde 2007 in Ägypten geboren und als Welpe, gemeinsam mit Ihrer Mutter und ihren Geschwistern, während einer Vergiftungsaktion gerettet und hat im dortigen Tierheim ihre Kindheit verbracht bis sie zu uns nach Deutschland kam.

Schon nach kurzer Zeit zeigte sich hier Radias großes Handicap: Epilepsie. Wir haben es nach langen Behandlungen und schweren Anfallserien geschafft, sie mit der entsrechenden Medikation anfallsfrei zu bekommen, und wir hoffen auch, dass das so bleibt. Trotzdem muss Radias Gesundheitszustand natürlich regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem möchten wir in Zusammenarbeit mit ihren neuen Menschen versuchen, Radias Medikamente zu reduzieren und zum Teil durch Homöopathie zu ersetzen, damit ihre Lebensqualität weiter gesteigert werden kann. Radia hat durch die anfänglichen schweren Anfälle einige Definzite zurückbehalten wie z. B. Bewegungs- und Koodinationsstörungen und Muskelschwächen an den Hinterbeinen. Dehalb hatten wir bereits während ihres Aufenthaltes in der HAST mit einer Physiotherapie begonnen, die ihr sehr viel Spaß gemacht und auch viel gebracht hat. Diese Therapie soll auch im neuen Zuhause fortgeführt werden.

Da diese Behandlungen erhebliche Kosten verursachen, suchen wir Paten, die uns helfen, diese Kosten zu tragen. Informieren Sie sich auf der Patenschaftsseite

Freitag, 5. Februar 2010

Lynley im Glück

Vielleicht  erinnern sich noch einige Leser, dass wir vor gar nicht langer Zeit hier über Lynley beichtet haben. Inzwischen ist er angekommen im neuen Zuhause...


Kurz nach Weihnachten kam Lynley zu uns. Nachdem wir ihn ein paar mal in der AGT-Hunde-Auffangstation in Essen besucht hatten und mit ihm spazieren gegangen sind, stand für uns fest: Wir wollten dem sechsjährigen Rüden, der in einem rumänischen Tierheim gelebt hat, ein neues Zuhause geben und ihn bei uns aufnehmen.

Kurz nach Weihnachten brachte uns Frau Becker Lynley. Die Eindrücke vom ersten Zusammentreffen mit Lynley haben sich seither vollumfänglich bestätigt: Lynley ist ein sehr ruhiger und lieber Hund, und unsere Kinder und wir haben ihn ins Herz geschlossen. Trotz seiner vermutlich problematischen Vergangenheit können wir sagen: Für uns als Hunde-Anfänger bzw. als hundeunerfahrene Menschen ist er ein Traumhund.

Mit Hunden aus der Nachbarschaft, die uns regelmäßig bei Spaziergängen begleiten, hat er sich schon angefreundet und tobt mit ihnen auf einer umzäunten Wiese in der Nähe ausgelassen herum. Wir haben den Eindruck, dass er die Trennung von seinem Freund Manitu, mit dem er aus Rumänien nach Deutschland gekommen ist, überwunden hat.

Wir freuen uns auf noch viele Jahre mit ihm. Mittlerweile besuchen wir mit ihm eine Hundeschule, und wir stellen fest, dass er recht schnell gängige Kommandos lernt. Lynley ist der lebende Beweis, dass auch Hunde mit problematischer Vergangenheit liebevolle Familienhunde sind. Wir würden uns jederzeit wieder für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden!



Bemerkung der AGT:

Danke an Familie Rost, die sich vom Alter, nämlich 6 Jahre, und von seiner Fellfarbe, nämlich schwarz, nicht abschrecken ließ.

Wir wünschen unserem Manitu, den Sie unter „Vermittlung“ sehen können, auch ein so schönes und liebevolles Zuhause wie es Lynley gefunden hat.

Dienstag, 2. Februar 2010

Fragen an: Christa Becker Teil II




FORTSETZUNG

An welchen Tierschutzprojekten haben Sie mitgewirkt?

Die AGT hat als einer der ersten Vereine in Rumänien Zeichen gesetzt, nicht nur durch das Bekanntmachen der Verhältnisse, sondern auch durch Aufnehmen von Tieren und durch Mithilfe, ein Kastrationsmobil auf die Räder zu stellen.

Die AGT hat als einer der ersten Vereine die Brisanz der sogenannten Mittelmeerkrankheiten erkannt und entsprechend getestet und hat dieses Wissen bundesweit weiter gegeben.

Die AGT schreibt seit einigen Jahren das Tragen von Brustgeschirren bei Hunden vor, was den neuesten Erkenntnissen der Verhaltens- und Tiermedizin-Forschung entspricht.

Für Katzen wie Ludger wird ein rauchfreies Zuhause gesucht. Warum, lesen Sieim nächsten Absatz


Die AGT vermittelt seit vielen Jahren keine Katzen in Raucherhaushalte, weil nachgewiesen wurde, dass ein hoher Prozentsatz dieser Katzen an bösartigen Tumoren erkrankt.  Das hat damit zu tun, dass sich Katzen die Gifte täglich mehrmals aus dem Fell lecken. Viele andere Tierschutzvereine handeln inzwischen ebenso verantwortlich.

In der AGT haben über 20 Aktive die sogenannte §11-Genehmigung, d.h., die Tierheimleitungsbefähigung, welche in einem anspruchvollem Seminar erworben wurde.

In 2008 hat die AGT in einem Musterprozeß durch die Instanzen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein Urteil erstritten, das bundesweit gilt und nach dem Tierschutzvereine, die ausschließlich mit Pflegestellen arbeiten, keine tierheimähnliche Haltung sind und somit auch keine §11-Genehmigung brauchen.
Die Brisanz des kompletten Themas liegt darin, daß der AmtsVet bei einem Tierheim oder einer tierheim-ähnlichen Haltung ein JEDERZEITIGES Betretungsrecht zu diesen Haltungseinrichtungen hat. Wer als tierheim-ähnliche Einrichtung deklariert worden wäre, hätten die Pflegestellen JEDERZEIT GRUNDLOS mit einem Besuch des AmtsVet rechnen müssen. Wer wäre da noch gerne Pflegestelle gewesen?

Die AGT hat mit initiiert, dass in Ddorf die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen verordnet wurde. Dazu hat die AGT ein Gutachten anfertigen lassen von dem Verwaltungsanwalt Dr. Jürgen Küttner, der auch das AGT-Urteil in Leipzig erfochten hat.

Welche Tierschutzbaustellen sind noch zu bearbeiten?
Oh, da gibt es noch sehr viel zu tun. Ich muß ziemlich alt werden, um die halbwegs abzuarbeiten. Ein paar Beispiele: Als nächstes werden wir alle anfragenden Tierschutzvereine mit dem Kastrationsgutachten versorgen und beraten, damit Stadt für Stadt dazu gebracht wird, die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen einzuführen.

Wichtig ist ein Heimtierzuchtgesetz, nach dem alle Leute, die Tiere vermehren, eine Genehmigung brauchen, die auch überwacht wird. Das trifft dann insbesondere die sogenannten Hobby-Vermehrer, deren „Produkte“ uns Tierschutzvereinen das Leben schwer machen.

Wichtig ist die Verbandsklage, d.h., dass Tierschutzorganisationen gegen Missstände klagen können und nicht nur einzelne Menschen.

Wichtig ist auch, dass Geschäfte, die lebende Tiere vertickern, so hohe Auflagen bekommen, dass es sich nicht mehr lohnt, lebende Tiere zu verkaufen.

Wichtig ist die Schließung aller Pelzfarmen.

Wichtig ist, dass „Produkte“ von toten Tieren irgendwann der Vergangenheit angehören.

Und ich möchte gerne noch erleben, dass das Grundgesetz folgendermaßen geändert wird:
Artikel 1 GG der BRD:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schätzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(1) a) Die Würde des Tieres ist unantastbar. Sie zu achten und zu schätzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt



Montag, 1. Februar 2010

Fragen an: Christa Becker, Vorsitzende der AGT , Teil I


(Christa Becker, (r.) mit Claudia Ludwig bei der Sendung 
"Tiere suchen ein Zuhause" 
im WDR)

Christa Becker, erste Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V. hat den Verein 1998 mit vier weiteren Mitstreiterinnen gegründet. Im Jahr 2003  kam die AGT Europa dazu, über die die Hunde-Aktivitäten abgewickelt werden. Mit viel Einsatz und Engagement und Eigenarbeit wurde für die Hunde in Essen damals eine Auffangstation gebaut. Und im November 2008 gründete der Verein  – aus der Not heraus – die AGT Kleintiere, um etliche hundert Kaninchen aus einer Massentierhaltung aufzunehmen. Seit der Gründung wurden mehr als 3400 Tier aufgenommen und vermittelt.  

Warum haben Sie die AGT gegründet?
Ich persönlich hatte damals Urlaub auf der kanarischen Insel La Palma gemacht, das Tierelend, vor allem Katzenelend, dort als unerträglich empfunden und wollte etwas dagegen tun. Ärgern beginnt bei mir mit "ä" wie ändern.

Was ist das Besondere an diesem Verein?
In der AGT wird ALLES den Tieren untergeordnet, wir sind – wenn es nötig ist – 24 Stunden für Tiere im Einsatz, es gibt keine Öffnungs- oder Telefon-Anrufzeiten, wie bei anderen Tierheimen. Die Aktiven in der AGT bringen Herzblut in ihre Tierschutzarbeit ein.
Unser Motto: Stell Dir vor es stimmt, dass es ein Zufall ist, als Mensch oder Tier geboren zu werden, und wenn Du dann als Tier auf Menschen angewiesen bist! In der AGT sind von ca. 200 Mitgliedern 40 Mitglieder hoch aktiv.Die AGT ist eine Gemeinschaft, die für Tiere Aktionen macht.

Wenn Sie zurückschauen, wie lautet Ihre persönliche Bilanz? Hat es sich gelohnt?
Da kann ich ein klares JA sagen. Trotz des immer wiederkehrenden Ärgers mit Menschen, der einen wirklich oft an der Menschheit verzweifeln lässt, ist das Gefühl, persönlich für das Lebensglück von so vielen Tieren gesorgt zu haben, ein befriedigendes Gefühl.


 











 
 (Pino und Dolores, zwei von Anemones Kindern)



Gab es Fälle, an die Sie sich besonders gut erinnern können?
Jeder Fall ist einzigartig. Spontan fällt mir die Katze Anemone ein. Eine liebe Frau aus Langenfeld informierte uns, dass eine Katze, die sie füttert, ihre fünf Kinder seit zwei Tagen nicht aufgesucht hat. Wir haben die Kinder aus einem Gerümpel-Schuppen geholt und eine Woche aufgepäppelt. Und dann der Anruf von Dr. Bergmeister: Die Mutter ist bei ihm abgegeben worden mit einer Schlagfalle um den Körper. Er hat eine Woche gebraucht, um ihr Leben zu retten, aber dann konnten wir sie zu den  Kindern setzen, die sofort zu ihrer Mutter rannten und sich schnurrend an die Zitzen legten. Da standen uns schon die Tränen in den Augen.
(Anm. d. Red: Berichte von zwei von Anemones Kindern, Dolores und Pino, lesen Sie hier: unter der Rubrik "Zuhause gefunden")


Sie machen es Tierinteressenten bei der Vermittlung nicht immer leicht. Bewerber müssen einige "Auflagen" erfüllen? Warum?

Wir Vermittlerinnen sind für die Tiere verantwortlich und müssen für sie sprechen. Viele Bewerber haben leider wenig bis gar keine Ahnung von den Bedürfnissen der angefragten Tierart. Wir klären umfangreich und zeitaufwändig auf. Wer sich darauf einlässt, dem vertraut die AGT ein Tier an und der hat dann auch eine lebenslange Betreuung.

Können Tierschützer denn nicht einfach froh sein, wenn sich Menschen melden, die ein Tier adoptieren wollen? Wozu dann noch Vor- und Nachkontrollen?

Es ist unglaublich, wer sich alles ein Tier zulegen will, ohne dass die Voraussetzungen oder Kenntnisse vorhanden sind. Ich packe ein Tier in eine Kiste und bringe es irgendwo hin. Dort soll es den Rest seines Lebens verbringen.
Für mich ist das der schwerste Job im Tierschutz und ich empfinde das als sehr große und schwer auf mir lastende Verantwortung, der ich in jedem Einzelfall versuche, gerecht zu werden.

Hat sich Ihrer Meinung nach der Umgang der Menschen mit den Tieren
verändert? Wenn ja, wie?

Ja, die Gesellschaft an sich wird immer egoistischer und brutaler. Eigeninteressen stehen immer mehr im Vordergrund. Aber: Es gibt auch noch genug Menschen, die fühlen und denken wie wir, und die picken wir uns raus, um ihnen unsere Tiere zu anzuvertrauen.

Haben Sie angesichts der Fülle von Leid, Not und Stress schon mal daran gedacht, mit der Tierschutzarbeit aufzuhören? Wie sehr belastet Sie persönlich dieser "Job"?

Nein, ich habe noch NIE daran gedacht, mit der Tierschutzarbeit aufzuhören. Es gibt noch so viele Tiere, die der Hilfe der AGT bedürfen. Und dazu kommen noch die vermittelten Tiere, die wir uns verpflichtet haben, zurück zu nehmen und beratend zu  begleiten.
Aber ich gestehe, es ist manchmal wirklich zum Verzweifeln mit egozentrischen, ignoranten, bequemen, dummen Leuten, die ihren eigenen Kopf nicht zum (Vor- und Nach-) Denken benutzen, sondern Lebewesen als Prestigeobjekt, Unterhaltung  oder Spielzeug betrachten.


FORTSETZUNG FOLGT