Samstag, 31. Oktober 2009

Romanze in schwarz-weiß, zweiter Teil

Auf besonderen Wunsch der Kaninchenfraktion der AGT: Hier der Beweis, dass Kaninchen eindeutig "schlauer" sind, als Katzen



Quelle: Youtube

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Romanze in schwarz-weiß

Ach, wenn dieser Calvin doch nicht so ein "Döskater" wäre....da bekommt er Avancen von Betty und was macht er? Sehen Sie selbst:









Betty, hier noch alleine und einsam....











Hier schon mal der Versuch, sich an den Herrn des Herzens anzunähern:






Na, also, geht doch! Man muss nur wollen...




Und was sagt/macht  der Angebetete? Die Augen zu...das verstehe, wer will....



Dienstag, 27. Oktober 2009

Katerpower im Doppelpack

Wahre Liebe gibt es eben nur unter Katern.... Diese beiden Hübschen heißen Wölfi (schwarzweiß) und Desmond (graugetigert), sind beide zwei Jahre alt, kastriert, geimpft, entwurmt, gechipt...und suchen zusammen ein Zuhause mit sicherem Freigang.


Wölfi ist ein großes Kind: Immer in Bewegung, immer neugierig, immer gut gelaunt und schmusig - ein wahres Powerpaket, das viel Beschäftigung braucht.

Desmond ist der Ängstlichere von beiden und hat sich seinem großen Freund angeschlossen. Menschen gegenüber ist er noch sehr ängstlich und vorsichtig. Er spielt aber für sein Leben gerne mit allem, was Fell und Federn hat und ist auch mit Leckerchen zu begeistern.


Für diese beiden Kater suchen wir einen Platz bei sensiblen Menschen mit Herz und Katzenverstand, die dem ängstlichen Desmond die Zeit lassen, die er braucht, um aufzutauen und die Spaß daran haben, mit Wölfi auf Abenteuerjagd zu gehen. Für beide wäre ein sicherer Freigang eine schöne Möglichkeit, sich auszutoben.

Kontakt: Vierpfotenprofis, G. Müller, 0202/7379140

Sonntag, 25. Oktober 2009

Tasso-Newsletter


Die Vierbeiner Amy und Uno erschnüffeln Schmuggelware

Der weltweite Artenhandel ist ein Milliardengeschäft und nach Waffen und Drogen das lukrativste Betätigungsfeld für Schmuggler. Längst ist der Schmuggel damit zu einem ernsthaften Bedrohungsfaktor für das Überleben gefährdeter Tiere und Pflanzen geworden.


Die beiden Artenschutzspürhunde Amy und Uno sind seit einem Jahr auf dem Frankfurter Flughaften tätig. Das dortige Hauptzollamt und der WWF sind mit dem Erfolg der vierbeinigen Helfer mehr als zufrieden. Amy und Uno erschnüffelten in den vergangenen Monaten u. a. mehrere Kilogramm Kaviar, Elfenbein-Figuren, Handtaschen aus Schlangenleder, Haifischflossen und sogar einen kompletten Bärenschädel, so der WWF. Das Konzept des Artenschutzspürhundes geht auf eine Initiative der Umweltschutzorganisationen WWF zurück.


"Hunde haben im Vergleich zum Menschen einfach den besseren Riecher", erklärt Volker Homes vom WWF die Idee. "Sie können selbst Objekte mit geringem Eigengeruch wahrnehmen und sind daher ideal für die schnelle Kontrolle von Gepäckstücken, Postsendungen oder ganzen Containern." Vor allem Flüge aus für den Artenschmuggel besonders beliebten Regionen wie Südost-Asien, Lateinamerika oder Afrika erreichen Deutschland und Europa über das Drehkreuz Frankfurt. Deswegen sei der Einsatz der Hunde am Frankfurter Flughafen ein Meilenstein, so der WWF.


Der WWF nimmt die Ergebnisse des ersten Einsatzjahres zum Anlass ein europaweites Projekt zu starten. "Die EU ist weitgehend zu einem Binnenmarkt ohne innere Grenzen geworden. Deshalb brauchen wir ein effektives und konsequentes Vorgehen gegen den Artenschmuggel an den Einfallstoren in die EU in allen Mitgliedsstaaten", sagt Volker Homes vom WWF. Ziel des WWF-Projekts sei es, an den größten europäischen Flug- und Seehäfen und in den bedeutenden Postverteilerzentren zukünftig Artenschutzspürhunde einzusetzen.

Unser größter Notfall: Radia

Manchmal möchte man schier verzweifeln: Trotz aller nur möglicher Bemühungen findet ein Tier über lange, lange Zeit  kein neues Zuhause. Manchmal können wir das überhaupt nicht verstehen. Manchmal ist es sicher auch deshalb schwer, weil es tatsächlich Tiere mit Handicaps gibt. So ein Hund ist Radia.


Unsere Radia ist mittlerweile 2 Jahre jung, ist kastriert, hat eine Schulterhöhe von 52 cm und wiegt etwa 20,5 kg. Radia wurde als Welpe, gemeinsam mit Ihrer Mutter und ihren Geschwistern, während einer Vergiftungsaktion gerettet und hat ihr gesamtes Leben in einem Tierheim verbracht. Dementsprechend kennt sie wenig und reagiert auf fremde Menschen und Umgebungen oft mit großer Angst und Unsicherheit. Sie muss ganz langsam an die, für sie neuen Umwelteinflüsse herangeführt werden. Wenn sie sich einmal auskennt, bewegt sie sich recht selbstbewusst und hat großen Spaß an ausgiebigen Spaziergängen und vor allem an Wasser und Pfützen jeglicher Form.

Pflegestelle oder Paten dringend gesucht

Radias großer Vorteil ist ihre große Neugier und ihre Vorliebe für gutes Essen, denn damit kann man sie sehr gut aus der Reserve locken. Ihr puscheliges, weiches Fell lädt auf jeden Fall zum Reingreifen und Kuscheln ein und wenn sie zu jemandem Vertrauen gefasst hat, lässt sie sich das gerne gefallen. Denn eigentlich ist sie eine Schmusebacke und sehr anhänglich.

Radia hat ein großes Handicap: Epilepsie. Sie ist im Moment durch entsprechende Medikamente anfallsfrei und wir hoffen auch, dass das so bleibt. Trotzdem sollte Radias Gesundheitszustand natürlich regelmäßig kontrolliert werden. Es gibt viele Hunde, die an Epilepsie leiden und damit ohne Probleme leben. Die Lebenserwartung ist grundsätzlich nicht geringer als bei anderen Hunden, es gibt aber natürlich auch Fälle in denen das anders ist. Wie die Krankheit Radias Leben bzw. das Ihrer neuen Besitzer beeinflussen wird, kann leider niemand mit Gewissheit sagen.

Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist, dass Radia zu den Menschen, die sie kennt sehr menschenbezogen und verschmust ist. Sie genießt jede menschliche Zuwendung sichtlich, sie lässt sich gerne bürsten und stundenlang kraulen. Bei neuen Artgenossen, die sie noch nicht kennt reagiert Radia manchmal etwas unsicher und hält lieber Abstand bzw. ignoriert sie völlig. mit Hunden, die sie gut kennt spielt sie auch ausgelassen und freut sich wenn sie mit ihnen zusammen sein kann.

Ihre neuen Menschen sollten ein wenig Hundeerfahrung, Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringen, die Unterstützung durch einen guten, geeigneten Hundetrainer wäre auf jeden Fall anzuraten. Das neue Zuhause sollte eher ruhig sein, gerne in einer ländlichen Gegend und ein eingezäunter Garten wäre am Anfang von Vorteil. Das Zusammenleben mit Katzen würde für Radia auch kein Problem darstellen und sie kann auch mal für eine gewisse Zeit alleine bleiben. Mit ein wenig Geduld, Engagement und viel Zuwendung kann aus Radia sicher der Traumhund werden, der sie jetzt auf jeden Fall optisch schon ist.

Wir haben die Hoffnung zwar noch nicht aufgegeben, dass auch ein Hund wie Radia, der das ein oder andere Handicap mit sich bringt, eine Chance auf ein gutes Zuhause hat, trotzdem wären wir natürlich auch bereit Radia einen Dauerpflegeplatz zu finanzieren. Das würde bedeuten, dass die AGT bis an Radias Lebensende die Tierarztkosten übernehmen würde und sich ihre neuen Menschen lediglich um die Pflege, Zuwendung und Betreuung von Radia kümmern müssten.

Wir suchen zu diesem Zweck Paten, die uns finanziell bei der Versorgung von Radia unterstützen.

Kontakt:
Nina Schön, (02 01) 999 68 33 oder E-Mail an: schoen(at)agtiere.de

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Demenz bei Haustieren



Wenn Hund und Katz in die Jahre kommen, werden sie von ähnlichen Alterskrankheiten geplagt wie der alte Mensch. Dazu gehört auch das Nachlassen der geistigen Fähigkeiten, beim Menschen „Demenz“ genannt. Korrekt: „Kognitive Dysfunktion“
Die optimale Versorgung des geliebten Haustieres mit hochwertiger Nahrung und die moderne Tiermedizin machen es möglich, dass immer mehr Katzen 20 Jahre oder älter werden. Selbst große Hunderassen haben heute eine längere Lebenserwartung als noch vor einigen Jahren.
Alterskrankheiten wie Arthrosen, Herzschwächen, Nierenleiden usw können recht gut tiermedizinisch behandelt werden.
Nachlassende Sinnesleistungen, Sehschwäche, Schwerhörigkeit bis hin zu Blindheit und Taubheit, werden vom Tier durch Riechsinn und Tastsinn kompensiert, und der Mensch kann den richtigen Umgang mit einem tauben oder blinden Tier leicht lernen.
Anders sieht es bei den verschiedenen Formen der Demenz aus, hier steht man oft hilflos daneben und weiß nicht, wie man sich dem Tier gegenüber verhalten soll.
Leidet die Katze, die stundenlang miaut? Hat der Hund Schmerzen, der nächtelang unruhig durch die Wohnung läuft?
Demenz zeigt sich bei Katzen und Hunden durch verschiedene auffällige Verhaltensweisen:
- Stundenlanges Vokalisieren (bei Katzen), das sich nicht unterbrechen lässt
- Unruhiges Umherwandern in der Nacht
- Räumliche Desorientierung, Türen und Fenster werden an den falschen Stellen gesucht
- Wände werden angestarrt, Sinnestäuschungen führen zu Verwirrung und unsinnigen Verhaltensweisen
- Gesteigerte motorische Unruhe, verringertes Schlafbedürfnis
- Vermehrtes Schlafbedürfnis, nachlassende Aktivität
- Stereotypien, zwanghaft wiederholte Verhaltensweisen, wie Lecken, Bellen, im Kreis laufen, Pfoten benagen
- Das Fressen von ungenießbaren Dingen
- Bekannte Menschen/Hunde werden plötzlich nicht mehr erkannt, die Reizschwelle für aggressives Verhalten sinkt
- Ängstliches Verhalten wird verstärkt, bis hin zu Phobien

Einzelne oder mehrere Symptome können bei einem dementen Tier auftreten.

Ein dementes Tier ist durch sein auffälliges Verhalten oft eine große Belastung für seinen Besitzer, der zunächst aber sicher sein muss, dass es sich wirklich um Demenz handelt.
Ein gründlicher Gesundheitscheck ist bei älteren Tieren jährlich erforderlich, denn verschiedene organische Erkrankungen/ Stoffwechselstörungen können ähnliche Symptome auslösen. Diese müssen dann behandelt werden.

Ein dementes Tier leidet nicht unter seiner Demenz, eher der Mensch, der vielleicht nicht mehr schlafen kann, weil seine Katze stundenlang schreit oder sein Hund ruhelos durchs Schlafzimmer läuft.
Demenz ist kein Grund, ein Tier einschläfern zu lassen, wenn es offensichtlich noch Lebensqualität hat. Die elementaren Bedürfnisse wie Fressen, Schlafen, Ausscheiden, Spielen, Schmusen, Körperpflege sollten noch zu befriedigen sein.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Notfall! Degus suchen ein Zuhause!



Mehrere junge Degus sofort abzugeben!
Es handelt sich um Walddegus und Wüstendegus, die sich bei einer Familie in Langenfeld ungeplant vermehrt haben. Degus sind interessante Nagetiere, die in Gruppen gehalten werden müssen. Dazu sind große Terrarien oder engmaschige Volieren geeignet, die abwechslungsreich eingerichtet werden sollen.
Degus sind kein Kinderspielzeug! Degufreunde müssen sich über die Bedürfnisse dieser lebhaften Nager genau informieren. Auf der Internetseite von Christine Wilde findet man alle wichtigen Informationen: www.diebrain.de
Die Vermittlung von mindestens zwei Tieren erfolgt gegen Schutzgebühr, die dem Tierschutz zu Gute kommt.

Kontakt über:
Marita Römer
Tel 02173 907157

Etwas von freilebenden Degus lesen Sie hier:





Degus – pfiffige Südamerikaner im Pelz

Wenn die Sonne im chilenischen Andenhochland aufgeht, werden sie munter.
Die Degus, nahe Verwandte von Chinchilla, Hase und Meerschweinchen, schlüpfen aus ihren weitverzweigten unterirdischen Bauen und beginnen den Tag.
Immer ein Männchen lebt mit bis zu drei Weibchen als Familie zusammen, und die Degufamilien bilden Kolonien von mehreren hundert Tieren.
Die Suche nach Nahrung nimmt einen großen Teil des Tages in Anspruch. Dabei legen die quirligen Nagetiere relativ große Strecken zurück, das karge Hochland bietet ihnen nicht mehr als trockenes Gras und andere magere Nahrung.
Treffen sich zwei Degus, so kann es zu Kämpfen kommen, denn sie haben ein ausgeprägtes Revierverhalten.
In den Degukolonien hat jedes Tier seinen Rang, der durch die Höhe des Hügels vor dem Bau bestimmt wird. Jeder Degu versucht durch das Aufschichten von Laub und Zweigen seinen Hügel zu erhöhen. Pech hat er, wenn sein Werk zerstört wird, dann ist er in der Rangordnung wieder ganz unten.
Die geselligen Nager zeigen untereinander ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie kraulen sich am Kopf und im Nacken und zwitschern, wenn sie sich begrüßen.
Ein lauter Signalton zeigt ihre Unzufriedenheit, und größeren Ärger äußern sie durch minutenlange schrille Pfeifkonzerte. Wollen sie dem Artgenossen drohen, dann wird gebrummt oder geknurrt.
Ihre Feinde verwirren sie durch einen besonderen Trick:
Packt ein Greifvogel einen unaufmerksamen Degu am Schwanz, so löst sich die Schwanzhaut ab und der Nager hat eine Chance zur Flucht. Der übriggebliebene Schwanzstummel fällt nach ein paar Tagen ab, wächst auch nicht mehr nach, aber das Leben ist gerettet.
Noch eine Spezialität der Degus: Sie kommunizieren über ihren Urin.
Urinmarkierungen können nicht nur erschnuppert, sonder auch gesehen werden. Denn Degus sind in der Lage, ultraviolettes Licht zu erkennen. Frischer Urin reflektiert UV-Licht stärker als alter Urin. So können die Degus der Spur ihres Artgenossen folgen, auch wenn starker Wind die Geruchssignale zerstreut.
Am Abend ziehen sich die Degus in ihren Bau zurück, nehmen vorher vielleicht noch ein Sandbad zur Fellpflege, kuscheln und zwitschern noch ein wenig mit ihren Familienmitgliedern und schlafen dann rasch ein, wenn die Dunkelheit hereinbricht.

Pflegestellen: noch nie so dringend gesucht



(Katze Merima ist im Moment unser absoluter Notfall, weil ihre Besitzerin meint, sich Hals über Kopf von dieser erst anderthalbjährigen Schildpatt-Schönheit trennen zu müssen. Obwohl sie eine Einzelkatze ist, wurde ihr ein dominanter Kater vor die Nase gesetzt und zum "Dank" für ihre Angst muss Merima nun gehen...)

Die AGT sucht dringend Pflegestellen für Katzen rund in und um Langenfeld. Tierliebe, etwas Platz, einen Nichtraucherhaushalt und die Bereitschaft, ein oder mehrere Tiere vorübergehend bei sich aufzunehmen - mehr braucht es nicht, um Pflegestelle zu werden.
Und gesucht wird dringend: Es vergeht kein Tag, an dem nicht mindestens ein Mensch anruft, der seine Katzen abgeben will oder an dem dem Verein nicht Fundkatzen gemeldet werden.

Elke Bernhardt, Vorstandsmitglied der AGT und selbst Pflegestelle, schildert zwei von vielen Beispielen aus der täglichen Arbeit: „Aktuell suchen wir eine Pflegestelle für eine Mutter mit ihren drei Babies, die nicht mehr in ihrem Zuhause bleiben darf. Leider war für eine rechtzeitige Kastration kein Geld vorhanden.“

Überhaupt zeichnet sich immer mehr der Trend ab, dass weniger Tiere kastriert und bei Erkrankungen ausgesetzt werden, wenn sie finanziell zur Last fallen, so die Tierschützerin.

„Außerdem kämpfen wir um das Leben von sieben Katzenkindern, die von einem Bauernhof gerettet wurden und die schlimm an Katzenschnupfen und Darmparasiten erkrankt sind“, schildert sie einen weiteren Fall und appelliert an Katzenfreunde: „ Wenn Sie sich Katzenkinder von Bauernhöfen entscheiden, dann wirken Sie doch bitte darauf ein, dass die Mütter kastriert werden, sonst nimmt das Elend nie ein Ende.“

Jeder Tag ist für die Tierschützer eine neue Herausforderung. Und oft sind es Fälle, die auch erfahrenen Helfern tiefer unter die Haut gehen und die nicht in Südosteuropa passieren, sondern mitten in Langenfeld und naher Umgebung.

„Es ist wichtig, dass mehr Menschen den Mut haben, sich für Tiere zu engagieren, etwa als Pflegestelle“, sagt Elke Bernhardt. Denn
wenn es um Katzen geht, arbeitet die AGT nur mit privaten Pflegestellen - und die sind derzeit restlos belegt. Während das Tier in der Pflegestelle lebt, versucht der Verein dieses so schnell wie möglich zu vermitteln und das gelingt zum Glück auch, denn natürlich gibt es auch viele unkomplizierte, pflegeleichte und gesunde Tiere in der Vermittlung, für die ein Platz gesucht wird.

Sollte sich eine Pflegestelle nicht mehr von dem zu betreuendem Tier trennen können, „dann haben wir eine Pflegestelle weniger, aber wieder hat ein Vierbeiner ein gutes Zuhause gefunden“, freut sich die Langenfelderin, die sich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich im Tierschutz engagiert.

In der Pflegezeit übernimmt die AGT alle anfallenden Tierarzt- und Versorgungskosten. Auf den Betreuer kommt lediglich der Aufwand für artgerechte Unterbringung und Betreuung zu. Und während der Zeit, in der das Tier in der Pflegestelle lebt, hilft der Verein natürlich mit jeglicher Unterstützung.

Zu dem Thema „Pflegestellen“ hat die AGT einen Flyer mit allen wichtigen Informationen herausgegeben. Auf der Internetseite: www.agtiere.de gibt es alle wichtigen Informationen.

Samstag, 17. Oktober 2009

Im Gespräch: Martina Bruckert, Leiterin der Kaninchenauffangstation



Seit rund einem Jahr betreut die AGT die Überlebenden eines Kaninchenmassenbestandes in Langenfeld. Aus rund 250 häufig kranken und verletzten Tieren sind inzwischen durch Vermittlung und die Hilfe anderer Tierschutzvereine "nur noch" 60 geworden. Viele davon leiden unter chronischen Krankheiten, abe alle suchen noch ein gutes Zuhause.

Aber was können Zahlen schon aussagen über das Elend, die Arbeit, den Einsatz, das Engagement, die Zeit und die Kosten, die der Verein und seine zahlreichen ehrenamtlichen Helfer investiert haben?

Derzeit werden dringend Sponsoren und Spender gesucht, die bereit sind, den Verein zu unterstützen, damit die Kaninchenauffangstation auch über den Winter weiter geöffnet bleiben kann.

Martina Bruckert, von der ersten Stunde an dabei und noch heute ständig im Einsatz, im Gespräch über ihre Liebe zu Kleintieren und die Kaninchenkatastrophe in Langenfeld.


Wie sind Sie ausgerechnet zu Ihrer Liebe zu Kleintieren gekommen?


Seit meinem zwölften Lebensjahr bin ich fasziniert von Kaninchen und Meerschweinchen, habe damals sogar richtige Verhaltensstudien angefertigt, und wollte beruflich gerne in die Tier-Verhaltensforschung.


Wie viele Tiere leben denn bei Familie Bruckert?

Zurzeit sieben eigene Kaninchen, darunter auch die sehr schwierigen Pflegefälle aus der Station. Zwei davon sind chronisch krank und eine Häsin hat eine Behinderung am Hinterlauf. Seit einer Woche sind zehn Meerschweinchen dazu gekommen, die wir aus schlechter Haltung befreit haben. Und dann gibt es ja noch Paco und Wolf, zwei mittelgroße Hunde, die leider seit dem Kanincheneinsatz viel zu kurz kommen.


Als Sie im November vorigen Jahres zum ersten Mal die Kaninchen auf der alten Anlage gesehen haben, was war Ihr Eindruck?

Es war schlimm: Die vielen Verletzungen, die zerbissenen Tiere, die total zugeschwollenen Augen, der entsetzliche Dreck in der sogenannten Quarantänestation. Die Kaninchen saßen in den von Durchfällen völlig verdreckten Käfigen, und die Szenen, die mir überhaupt nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind, das waren diese nassen Angorakaninchen im Matsch und in der Kälte.


Warum haben Sie sich entschlossen, einzugreifen?

Mir wurde ja schon seit einiger Zeit immer wieder Schreckliches berichtet. Und ich hatte schon mal einen vom Tierheim Hilden aufgenommenen und beschlagnahmten Bestand aus der gleichen Quelle gesehen. Seitdem verfolgten mich diese Bilder.

Wie viele Stunden pro Woche investieren Sie in die Arbeit mit den Kaninchen?

Täglich rund zwei bis drei und am Wochenende sowie freitags etwa vier bis sechs Stunden.

Ein Jahr Kampf gegen das Elend: Würden Sie das noch mal machen?

Spontan gesagt: Nein! Meine Tiere, meine Familie, mein Haushalt, mein eigenes Leben kommen zu kurz bei diesem hohen zeitlichen und emotionalen Aufwand. Wir alle hier arbeiten oft an der Grenze der Belastbarkeit. Aber wer würde es sonst machen?

Was war das schönste Erlebnis in diesem Jahr?


Das Schönste ist für mich jedes Mal, wenn ich ein sterbenskrankes Tier entgegen jeder Prognose wieder in ein lebenswertes Leben gesundgepflegt habe. Es ist jedes Mal zum Heulen schön, ein Kaninchen, was schon apathisch in der Ecke lag, eine gewisse Zeit später zufrieden in den Großgehegen oder sogar nach erfolgreicher Vermittlung in einem tollen neuen Zuhause geachtet, geschätzt und geliebt zu sehen!

Die Vorgeschichte lesen Sie unter www.agtiere.de

Freitag, 16. Oktober 2009

Warum Katzenbesitzer schlecht schlafen

Das hier ist die Kunst, manche nennen es Satire....




Aber das hier ist das ganze Elend in der Realität, also eine Realsatire?



Schönes Wochenende, schlafen Sie gut!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Presseecho Herbstfest

Welches Katzenklo macht Ihre Katze froh?

Der Handel bietet sie in unzähligen Variationen: Rund, eckig, oval, für die Ecke...Für kleine, große, junge, alte Katzen. Mit Dekor oder ohne. Passend zur Wohnungseinrichtung in geblümt, getupft oder einfarbig. Aber was viel wichtiger ist: Mit Deckel und Schwingtür.
Und hier hört einfach das kätzische Vergnügen auf.
Mag eine Haubentoilette für den Menschen auch angenehm und praktisch sein, weil sie die Gerüche drinnen hält, für die Katze ist sie es aus eben diesem Grund nicht.
Niemals würde eine Katze in freier Natur sich freiwillig in eine solche Falle begeben. Der Instinkt rät jeder Katze, auch jeder Hauskatze, sich beim Absetzen von Kot und Urin umzusehen und freies Blickfeld zu haben. Denn Katzen sind Jäger und Beutetiere: Sie suchen zum Schlafen, Fressen und zum Ausscheiden immer nur absolute sichere Orte auf.
Stoßen sie dann womöglich noch mit Schwanz oder Vibrissen an die Wände und können sich nicht ausreichend drehen, dann ist das Mißbehangen vorprogrammiert. Noch dazu staut sich unter den Deckeln der Geruch - und die Schwingtür macht das Ganze nun vollkommen zum Klogefängnis. Das ist vor allem dann schlimm, wenn in Mehrkatzenhaushalten gemobbt wird: Kluge Katzen setzen dann zum Angriff an, wenn der Gegner erstens abgelenkt und zweitens in der Falle ist. Einfaches Drohen vor dem engen Ausgang genügt - voila, der Feind ist gestellt, die Unsauberkeit vorprogrammiert.

"Ja, aber meine Katze kommt prima damit klar". Wirklich? Woher wissen Sie das? Haben Sie Ihre Katze gefragt und hat sie das gesagt? Dass Katzen leider oder zum Glück sehr anpassungs- und leidensfähig sind, heißt noch lange nicht, dass sie mit einer Situation zufrieden sind. Katzen würden Deckel abnehmen!

A propos: Wer seine Katzen liebt, beherzigt den alten Grundsatz: Pro Katze eine Toilette ...plus eine. Vier Katzen, fünf Klos.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Herbstfest: Geschafft!

Na, diesmal hatte Petrus aber nicht aufgepasst: Es regnete Bindfäden, auch wenn zwischendurch mal die Sonne eher zaghaft am Himmel erschien. Unsere Befürchtungen, an diesem Tag womöglich ganz allein zu bleiben, bewahrheiteten sich zum Glück aber nicht: Schlagartig gegen Mittag strömten die Besucher in Scharen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die den Weg gefunden und uns mit ihren Spenden unterstützt haben. Sie können sicher sein, dass jeder Cent dem Wohl der Tiere zugute kommt.

Fotografische Eindrücke liefern wir ganz sicher in Kürze nach. Hier schon mal ein erster Bericht aus der Westdeutschen Zeitung .

Kaum ist das Fest vorbei, kehrt auch schon der Alltag wieder ein: Tiere in Not wollen vermittelt werden. Da ist zum Beispiel Merima:











Merima ist eine wunderschöne Schildpattkatze, die vor gut 1½ Jahren aus einer Zwangsgemeinschaft mit anderen Katzen bzw. schlechter Katzenhaltung befreit wurde.

Aus einer zunächst ziemlich verstörten Katze ist eine selbstbewusste, sehr menschenbezogene und verschmuste Dame geworden, die das Zusammenleben mit ihrem jungen Frauchen, welche fast den ganzen Tag Zuhause war, in vollen Zügen genoss. Als dann wieder Berufstätigkeit angesagt war, wurde ihr ein junger Kater zur Seite gestellt, was Merima nicht akzeptiert. Deshalb muss nun nicht etwa der Kater, sondern Merima ausziehen.

Wir suchen für sie ein rauchfreies Zuhause in einer Wohnung, vielleicht sogar mit eingenetztem Balkon (ist aber nicht Bedingung) bei Menschen, die einen ruhigen Haushalt führen und die Merima regelmäßig höchstens einen halben Tag alleine lassen müssen. Merima verträgt sich NICHT mit anderen Katzen oder Hunden, sie möchte Alleinkatze sein; auch Kinder sind ihr fremd.


Merima ist erst ca. 3 Jahre jung, kastriert, geimpft, gechippt, entwurmt. Vermittlungsradius: ca. 10 km um Essen/Ruhrgebiet oder ca. 30 km um Hilden/Rheinland.

Kontakt über Katzenpflegestellen-Betreuerin:
Christa Becker, Telefon (0 21 29) 3 16 49
oder per E-Mail an: becker(at)agtiere.de

Freitag, 9. Oktober 2009

Neun Jahre alt, vier Jahre Tierheim





Wenn Sie diesen außergewöhnlichen Hund einmal selbst erleben wollen, dann kommen Sie doch morgen zum Herbstfest: Nabuco wird sicher auch da sein. Sein Schicksal ist eines derjenigen, die noch dem hartgesottensten Tierschützer die Haare zu Berge stehen lassen:


Nabuco ist ca. 9 Jahre alt, davon hat er 4 Jahre in einem rumänischen Tierheim-Zwinger gelegen. Eine Deutsche, deren berufliche Wege sie immer wieder nach Rumänien führen, sah ihn dort und fragte die AGT, ob wir ihn nicht aufnehmen könnten. Passend dazu war gerade eine geeignete AGT-Pflegestelle frei! Jetzt lebt er in Leverkusen, wo die Pflegefamilie gerade dabei ist, ihn runderneuern zu lassen. Im Haushalt leben andere Hunde und Katzen, das Zusammenleben verläuft problemlos.
Zu Anfangs war Nabuco sehr introvertiert und misstrauisch: Er hatte sich aufgegeben. So langsam taut er auf und nimmt Kontakt zu Menschen auf. Er ist stubenrein, nicht kastriert (das werden wir auch nicht mehr ändern), geimpft und gechippt. Auf Grund seines Alters und HD (Hüftdysplasie) geht er lieber öfter eine kleine Rund spazieren als lange Touren. Er sollte in ein ebenerdiges neues Zuhause, da er keine Treppen steigen kann. Er kann manchmal recht stur und eigenwillig sein. Das wird damit zusammen hängen, dass in ihm ein Herdenschutzhund steckt; zunächst gingen wir von einem Bobtail aus, nachdem wir sein Fell ein wenig beschnitten hatten, kam der riesige Kopf und Körper zum Vorschein. Die Pflegestelle ist noch auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache und ist zuversichtlich, der Sache näher zu kommen.
Wir haben keine große Hoffnung, diesen alten Riesen vermitteln zu können; deshalb werden wir ihn in Dauerpflege geben, d.h., wir werden für die Kosten aufkommen. Wir suchen Menschen, die diesem netten Hund noch einen schönen Lebensabend geben. Wichtig wäre viel Zeit, Hundeerfahrung und ein Grundstück, auf dem sich Nabuco aufhalten kann. Als Wachhund ist er übrigens überhaupt nicht geeignet.


Vermittlungsradius: ca. 50 km um Hilden/Rheinland

Kontakt:
Christa Becker, (0 21 29) 3 16 49
oder E-Mail an: becker(at)agtiere.de

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Wir haben Katzenkinder


(Bild Kappa, Josy und Lenya)

Spät sind sie gekommen, aber nun sind sie da, und wie: Unser Nachwuchs tapst auf kurzen Beinen munter durch das Leben. Wollten Sie sich schon immer mal wie ein Kratzbaum fühlen, der zum Klettern einlädt? Dann wäre vermutlich dieses Damentrio genau das Richtige für Sie. Die drei sind unglaublich menschenbezogen und schnurren wie wild, während sie Ihnen den den Haaren ziehen, in die Knöpfe Ihrer Jacke beißen oder an Ihren Jeans nagen.




(Bilder: Jimmy und Puck und Rochus)


Als Ergänzung hätten wir auch drei Katerchen: Jimmy, Puck und Rochus, einige Wochen älter und kräftig dabei, ihre Katerrolle zu üben.

Zum Beispiel mit einer Feder quer im Maul durch das Zimmer zu laufen und ausgesprochen bedrohlich dabei zu knurren. Oder Bruder Puck ins Ohr zu beißen. Nichts als Unsinn im Sinn, diese Kerle!






(Bilder: Bauernhofkinder)
Und schließlich diese armen Socken, die dem qualvollen Tod durch Katzenschnupfen nur um Haaresbreite und durch viel menschlichen Einsatz entkommen sind: Unsere Siebenerbande vom Bauernhof. Wer macht diesen schlimmen Start ins Leben wieder wett?

Mehr Infos und Kontakt: www.agtiere.de

Montag, 5. Oktober 2009

Fragen zum Herbstfest an: Elke Bernhardt


Fragen an Elke Bernhardt, Mitglied im Vorstand der Aktionsgemeinschaft für Tiere, Katzenpflegestelle


Warum macht die AGT jedes Jahr wieder ein Herbstfest?

Die Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V. Langenfeld möchte den Besuchern einen Einblick in unsere Tierschutzarbeit vermitteln. Wir haben eine Hundeauffangstation in Essen (HAST) und unsere zu vermittelnde Katzen leben alle in familiären Pflegestellen. Außerdem führen wir eine Kaninchenauffangstation (KAST) in Langenfeld.
Ohne Pflegestellen könnten wir keine Tierschutzarbeit leisten. Deshalb suchen wir auch auf diesen Weg händeringend Leute, die vorübergehend ein Tier bis zur Vermittlung bei sich aufnehmen können. Zudem ist unser Aufgabengebiet äußerst umfangreich und ebenso vielfältig. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten.


Was ist in diesem Jahr neu und anders?

Unsere Angebotspalette bezüglich Tombola und Versteigerung hat sich enorm erweitert. Erstmalig verhökert unser Marktschreier Hans-Peter Tierzubehör „Alles für die Tonne“.
Außerdem erwarten wir einen Eichhörnchenstand und die Präsentation artgerechter Kleintierhaltung. Wenn Sie Lust und Zeit haben zu kommen, dann lassen sie sich einfach überraschen. Unser Angebot ist ausgewogen und vielfältig.


Worauf freuen Sie sich besonders?

Ich arbeite jetzt fast sechs Jahre bei der AGT. Täglich werden wir mit erfreulichen, oft aber auch mit unerfreulichen Situationen konfrontiert. Zu den erfreulichen Erfahrungen gehören Menschen, die vielen unserer Tiere zu einem tollen Zuhause verholfen haben. Im Laufe der Jahre habe ich rund 200 Katzen vermittelt. Und ich freue mich besonders darauf, recht vielen dieser Leute wieder zu begegnen – in der Hoffnung auf Gedankenaustausch. Oft kamen in den letzten Jahren die neuen Besitzer von weit her angereist und ebenso sind über die Vermittlungen auch freundschaftliche Kontakte entstanden.

Wie viel Arbeit steckt eigentlich in der Vorbereitung?

Es steckt eine enorme Logistik dahinter. Jedes Jahr erweitert sich unser Angebot um ein Vielfaches, denn wir wollen den Leuten unsere Tierschutzarbeit so nahe wie möglich bringen. Wir fangen schon rund ein halbes Jahr im Voraus an zu planen, wen wir zu unserem Herbstfest einladen möchten. Es folgen etliche interne Gesprächstermine, um unserer Veranstaltung einen detaillierten Feinschliff zu verpassen. Last but not least fahren wir in der letzten Phase auf Hochtouren. Denn es soll für alle, Besucher und Teilnehmer unseres Herbstfestes, ein erinnerungsreicher, erfolgreicher und schöner Tag werden.


Sonntag, 4. Oktober 2009

Unser Beitrag zum Welttierschutztag

Über den Tag des Heiligen Franzikus und der Tere wird ja allüberall geredet und damit geworben wird auch kräftig. Wir beschränken uns deshalb darauf, hier einen Bericht eines unserer Mitglieder zu veröffentlichen, das im "Ferienparadies" La Palma lebt und jeden Tag Tierschutz betreibt. Das ist UNSER Kommentar zum Welttierschutztag.


Gestern abend gegen 19Uhr wollten wir nur mal so ans Meer nach Puerto Taz fahren, denn da waren wir schon Monate nicht mehr. Mein Mann wollte eigentlich nach El Remo, das konnte ich ihm ausreden, weil ich "kein Katzenelend" sehen wollte/konnte. Dann auf dem Weg nach Taz. Stadt, wir fahren immer die Abkürzung von La Laguna aus lag mitten auf der Fahrbahn eine rote Katze, die einfach nicht von der Stelle weichen
wollte. Klar bat ich meinen Mann anzuhalten, denn der Nächste (meistens die
Spanier) hätte ja vielleicht dann draufgehalten? Jetzt weiß ich, dass das
der Kater wohl beabsichtigt hatte.............

Ich wollte das Tier beiseite schieben bzw. es dazu überreden aufzustehen, da fühlte ich nur noch Fell und Knochen, es ging mir durch Mark und Bein. Das es "nicht dick" war, hatte ich vorher schon gesehen, aber so etwas, mir wurde schlecht. Trotzdem nahm ich das Tier in die Arme und lief zum Auto zurück, denn mein Mann konnte unweit dieser Stelle nicht stehen bleiben. Ich forderte ihn auf, das Tier anzufassen und
er erschauderte ebenfalls und war auch sofort damit einverstanden, "auf dem
Absatz" umzukehren und das Tier erst mal mitzunehmen. Das Tier war die ganze
Fahrt über in meinem Arm, es jammerte etwas, aber schien nicht unzufrieden
zu sein und wehrte sich fast nicht.
Zuhause habe ich dann noch ein extra Kuschelbett hergerichtet, und dem Kater die weiße Maus gegeben, worauf er gleich seinen Kopf legte. Er war anscheinend
sehr zufrieden, dass sich jemand um ihn sorgte und zeigte auch ein wenig
Lebenswillen. Heute morgen schaute er mich aus total vertränten und
geschwollenen Augen an, nieste und ich dachte sofort an Katzenschnupfen. Er
fraß auch wieder, aber es kam "postwendend" unverdaut wieder hinten raus. Da
wußte ich endgültig, ich muss sofort zum TA.

Das habe ich auch dann gemacht (mein Mann war mit) und der TA sagte mir,
dass es sich um ein älteres Tier (Kater, sogar kastriert) handele, ca. 10-14
Jahre alt, total infektiös, im Maul auch schon alles zerfressen (das der
überhaupt noch Nahrung aufnehmen konnte, war ihm schleierhaft) Die Zehen waren
schon schwarz usw. Also keine Hoffnung !!!!!

Schweren Herzens willigte ich dann ein, ihm die Gnadenspritze zu geben. Ich habe ihn gestreichelt und ihn begleitet. Es ist immer für mich schlimm, Herr" über Leben und Tod zu spielen, aber in dem Fall (das ist mein vierter auf La Palma) war es sicher die richtige Entscheidung.

Ich wußte nicht, wie alt das Tier war, denn ich hatte noch nie so einen dünnen Körper gesehen und das Skelett war so schmal (Rücken höchstens 3-4 cm breit) das ich gar nicht auf die Idee kam, das es schon so alt war. Wäre aber auch egal gewesen, ich hätte es nicht liegen gelassen.

Jetzt tröste ich mich damit, dass er noch ein paar liebevolle Stunden bei uns verlebt hat und ihm viel Liebe und Zuneigung und Geborgenheit entgegen gebracht worden ist und das er bereits ein langes Leben "hoffentlich" genossen hat, aber am Ende war niemand mehr für ihn da...............von seinen Leute......... Vielleicht war er aber auch von TSCH kastriert worden?

So, das war's mal wieder aus dem wunderschönen Paradies La Palma, manchmal
denke ich, warum nur bin ich hier "gelandet"............